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Typische Unfälle bei Autos! Kleinwagen?. (Foto: winterthur) |
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Sicherheit
Kleinwagen
Heißt preiswert auch unsicher?
Nicht die großen sondern die kleinen Autos
stehen im Mittelpunkt der diesjährigen IAA. Kein Wunder, sitzt das
Geld bei den Kunden doch nicht mehr so locker. Um dennoch ins
Geschäft zu kommen, versucht natürlich jeder Hersteller sein Produkt
als etwas Besonderes herauszustellen. Doch nirgendwo findet man
einen Hinweis darauf, wie sicher ein Kleinwagen bei einem Unfall
ist.
Kleine Autos machen Spaß. Im Fall von Dennis
Deichmann wurde der Fiat Seicento sogar zur Leidenschaft. Er hat in
seinen Fiat Seicento ungefähr 6.000.- Euro investiert. Motortuning,
Sportauspuff, Fahrwerk, Breitreifen und Interieur.
An was Dennis nicht gedacht hat: Selbst solche modernen
Superminis bieten - trotz Airbag und Seitenaufprallschutz - nur
wenig Crashsicherheit. Denn es fehlt an genügend Knautschzone.
Weiche Karosseriestrukturen kollabieren nämlich beim Unfall. Harte
Fahrgastzellen – wie zum Beispiel beim smart – geben die
Aufprallenergie direkt an die Insassen weiter. Ein generelles
Problem von kurzen Autos.
Drei Kleinstwagen treten im schweizerischen
Wildhaus zum Dekra-Crash-Test an.
Versuch 1: Der Kreuzungscrash.
Ein Peugeot 106 kracht mit Tempo 50 km/h in
die Flanke eines Ford Ka. Während die Fahrgastzelle des Peugeot noch
intakt ist, drückt es die Seitenwand des Ford weit in den Innenraum.
Der Ka-Fahrer wird durch eindringende Fahrzeugteile schwer verletzt.
Das Kind hinten prallt mit dem Kopf auf den Klappverschluss des
Seitenfensters. Vermutlich wären die Verletzungen tödlich. Ein
Horrorszenario.
Versuch 2: Das Autobahn-Sandwich.
Am Stauende ist ein VW Passat zum Stillstand
gekommen. Ein schwerer 5er BMW kracht in das Heck des abbremsenden
Renault Twingo. Und schiebt den Kleinstwagen auf den Passat.
Aufgrund seiner geringen Masse wird der Twingo viel stärker
beschleunigt als die großen Limousinen. Der Fahrer erleidet ein
Schleudertrauma. Lebensgefährlich verletzt wird er nicht.
Anton Brunner von der
Winterthur-Versicherung erklärt:
"Bei einer Kombination aus Heck- und
Frontkollision wird zuerst der Dummy oder der Mensch nach hinten
bewegt. Er zieht das Knie dabei an. Und wird nach vorne gedrückt.
Das heißt in dieser Phase drückt das Knie das Lenkrad nach vorne.
Man sieht hier sehr deutlich die enorme Deformation."
Auch hätten stabile Sitze die Verletzungen
deutlich reduziert.
Versuch 3. Die Gegenverkehrkollision.
Ein Smart und ein Fiat Seicento rasen mit
Tempo 50 Kilometer pro Stunde ineinander. Das Ergebnis macht Angst:
Die Fiat-Karosserie kollabiert. Der Kopf des Fahrers verfehlt den
schützenden Airbag. Das Dach knickt ein. Der Insasse schleudert mit
dem Oberkörper aus dem Innenraum heraus. Schwerste Verletzungen
wären die Folge. Auch der Smart muss Federn lassen. Die Beplankungen
platzen ab und rieseln wie Konfetti über die Unfallstelle. Die
extrem steife Fahrgastzelle unter dem Plastik kann kaum Energie
abbauen. Die Wucht des Aufpralls verursacht schlimme Beckenbrüche.
Konstruktionsbedingt werden Superminis also
nie so sicher sein können wie große Limousinen. Wer schon einen
Microauto besitzt, sollte wie Dennis Deichmann zumindest ein
Fahrertraining absolvieren. Das kostet beim ADAC etwa 130.- Euro.
Geld, das sinnvoll investiert sind. Denn: Wer sicher reagiert, fährt
mit weniger Unfall-Risiko.
Trotzdem stellt sich die Frage: Welche crashsicheren, aber
dennoch günstigen Alternativen gibt es eigentlich zum herkömmlichen
Anfängerauto? Zusammen mit Dekra-Crash-Experte Jörg Ahlgrimm haben
wir uns bei den Gebrauchtwagen umgesehen.
Jörg Ahlgrimm von der Dekra dazu:
"Zum Beispiel ein Opel Astra im Preissegment
1.500.- bis 2.500.- Euro. Dieses Fahrzeug hat viel Blech herum. Ist
günstig im Unterhalt. Ersatzteilpreise sind niedrig. Teile gibt es
auch gebraucht. Im Preissegment etwa 3.500.- Euro den Passat. Dieses
Fahrzeug bietet Airbags auf Fahrer- und Beifahrerplatz. Das Fahrzeug
ist im Unterhalt natürlich teurer, weil die Motorleistung höher ist.
Im oberen Segement bei etwa 6.000.- Euro die Mercedes C-Klasse.
Dieses Fahrzeug bietet optimale Sicherheit für die Insassen und hat
einen hohen Wiederverkaufswert."
Nach den Crash-Ergebnissen von Wildhaus denkt
Dennis Deichmann nun über die Anschaffung einer größeren Limousine
nach. Leider ist seine Kasse erst mal leer. Was bleibt, ist die
Hoffung, dass inzwischen bloß nichts passiert.
INFOS/LINKS zum Mini-Crash-Test:
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Adressen |
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Dekra AG
www.dekra.de
Handwerkstrasse 15
70565 Stuttgart
Telefon: 0711/7861-0
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Letzte Aktualisierung:
12.09.2003
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