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Wildhaus 2004:
Unfälle zwischen Personenwagen und Motorrädern |
| Der Trend zu hoch gebauten
Personenwagen birgt bei Motorrad-Pkw-Kollisionen ein erhöhtes Risiko
– sowohl für Motorrad- als auch Autolenker. Generell ist mehr
Rücksichtnahme von Autofahrern gefordert: Zu oft werden
Motorradfahrer schlicht übersehen. Zahlreiche Unfälle liessen sich
zudem verhindern, wenn sämtliche Motorräder mit ABS ausgestattet
würden. Und: Für Quads ist dringend eine Helmtragepflicht
einzuführen. Dies sind die Haupterkenntnisse der Crashtests, die
DEKRA und Winterthur Versicherungen Ende Juni 2004 in Wildhaus
durchgeführt haben. |
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| Autos und Motorräder im
Crashtest |
| Abbiege- oder
Kreuzungskollisionen machen zwei Drittel aller Unfälle zwischen Pkw und
Motorrädern aus. Was bedeutet dies für Motorradlenker und Pkw-Fahrer?
Die Winterthur Versicherungen und DEKRA haben diese Unfalltypen in
Crashtests genauer untersucht. |
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| Besonders kritisch wirkt sich
für Motorradfahrer der Trend zu immer höheren Autos (z.B. Vans und
Transporter) aus. Prallt bei einem Abbiegeunfall ein Motorradlenker im
stumpfen Winkel in in ein Fahrzeug mit steiler, hoher Front, so schlägt
er unmittelbar mit Kopf und Oberkörper auf der Fahrzeugfront auf. Er hat
keine Chance, über die Motorhaube Hinwegzugleiten, wie dies bei einem
Pkw mit niedriger, flacher Front geschehen würde. Steile, hohe
Fahrzeugfronten behindern die Flugbahn des Motorradlenkers und erhöhen
deshalb dessen Verletzungsrisiko. |
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| Hohe Autos
bergen mehr Risiken für Motorradfahrer |
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| Eine ähnliche Problematik
zeigt sich bei Seitenkollisionen mit hoch gebauten Pkw. Prallt ein
Motorradfahrer seitlich in ein derartiges Fahrzeug, wird er mit dem Kopf
unmittelbar an der Seitenstruktur oder Dachkante aufschlagen. Bei einem
niedrigeren Pkw hätte der Motorradlenker die Chance, mit dem Kopf über
den Gefahrenbereich hinaus zu gelangen. Ein Motorradairbag könnte das
Verletzungsrisiko des Motorradfahrers mindern. Der Airbag führt dazu,
dass der Motorradlenker in die Höhe und damit mit dem Oberkörper aus dem
Gefahrenbereich hinaus gehoben wird. |
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| Seitenkollision:
Risiko auch für Autoinsassen |
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| Der auf der Anstoßseite
sitzende Pkw-Passagier ist bei einer Seitenkollision mit einem Motorrad
ebenfalls einem nicht zu unterschätzenden Risiko ausgesetzt. Da die
Strukturen an der Seite eines Pkw weniger fest sind als am Heck oder an
der Front und die Knautschzonen weitgehend fehlen, dringt ein
aufprallendes Motorrad stark in das Fahrzeug ein. Insbesondere Kopf und
Oberkörper der Autoinsassen sind gefährdet. Seitenairbags können unter
Umständen ihr Schutzpotenzial nicht entfalten: Der Auslösemechanismus
ist primär auf den Aufprall eines Autos ausgelegt. Das Risiko, dass ein
Autoinsasse bei einer Seitenkollision mit einem Motorrad verletzt wir,
ist insbesondere bei hohen Pkw mit Großen Fensterflächen hoch: Der
Motorradlenker wird nicht über das Fahrzeug hinweg gehoben kann und
leicht durch das Glas eindringen. |
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